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Zackelschafe - Weisse Pullöverchen Part II

Aktualisiert: vor 6 Tagen


1. Böcklein geboren am 16. Dezember (10 Tage alt)
1. Böcklein geboren am 16. Dezember (10 Tage alt)

Die erste Nachricht von Hans-Peter kam am 16. Dezember.

Das erste Lämmchen war da – und ausgerechnet von Seyko.

Sie ist für mich eines der schönsten Zackelis. Vielleicht weil sie so stolz ist und diese besondere Ruhe in sich trägt, die mich von Anfang an so berührt hat. (Silent Bonds)


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Sie hat ein kleines Böcklein bekommen. Und wen wundert's – er ist heute genauso schön

wie seine Mama.

Seyko ist eine sehr beschützende Mutter. Das grosse weisse Objektiv der Kamera kannte sie zwar schon und doch war da jetzt eine neue Wachsamkeit, eine Selbstverständlichkeit, mit der sie ihren kleinen "Prinzen" behütete. Ein Schritt zu nah und sie begann mit den Füssen zu stampfen, klar und unmissverständlich ;-)



Weiter ging es Schlag auf Schlag mit dem Nachwuchs. Immer wieder kamen diese schönen Nachrichten von neuen, gesunden und kräftigen Lämmchen.

Viele von ihnen wurden draussen auf der Weide geboren – im Schnee. Dabei hätten sie es im Stall schön warm und geschützt. Und doch zeigt sich genau darin etwas von ihrem ursprünglichen Wesen.

Es berührt mich jedes Mal aufs Neue, wie diese kleinen Wesen schon nach wenigen Stunden auf ihren eigenen Beinen stehen, vorsichtig ihre ersten Schritte wagen und sich ganz selbstverständlich auf ihre Mutter und ihren Instinkt verlassen.

So viel Vertrauen. So viel Leben.


frisch geborener kleiner Zackelbock von Sissi
frisch geborener kleiner Zackelbock von Sissi

Ganz anders als Seyko ist Sissi, die Leitaue, die mit 11 Jahren noch ein gesundes kleines Böcklein geboren hat. Sie ist um einiges souveräner und "gechillter". Aber natürlich hat sie auch mehr Erfahrung und weiss schon "wie der Hase läuft". Wie wunderschön sie ist mit ihrer glänzenden Lockenpracht!!

Ueberhaupt ist es spannend, wie unterschiedlich die Mütter sind. Die einen ganz ruhig und gelassen, andere deutlich wachsamer, fast streng – auch gegenüber den Lämmern der Anderen....

Es kommt schon mal vor, dass ein Kleines zur falschen Mama läuft. Und dann wird schnell klar, dass es sich geirrt hat. Auch das gehört dazu.

Sissi ist übrigens die Mama von Seyko und so schliesst der Kreis sich wieder....

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Mit den Lämmern verändert sich etwas.

Eine neue Bewegung kommt in die Herde. Mehr Leichtigkeit. Mehr Neugier. Mehr Schalk. Und gleichzeitig diese Selbstverständlichkeit, mit der sie von Anfang an dazugehören.

Sie springen, tasten sich vor, verschwinden wieder nah bei ihren Müttern. Lernen durch Nähe. Durch Beobachtung. Ganz leise wachsen sie hinein in dieses Gefüge, das sie trägt.

Ihre weissen, fast wie gestrickt wirkenden "Pullöverchen" heben sich sanft vom raueren Fell der Älteren ab.



Je mehr Zeit ich mit ihnen verbringe, desto stärker wird dieses Gefühl, dass es nie nur um einzelne Tiere geht.

Es ist die Gruppe. Die Verbindungen. Diese stille, klare Ordnung, in der jedes Tier seinen Platz hat.

Und dann sind da diese Momente, die mich jedes Mal aufs Neue berühren: Wenn die Kleinen vor Freude und purer Lust am Leben in die Luft springen.

So leicht, so unbeschwert – fast schwerelos.


Berührende Momente im Leben eines Schafzüchters

Als wir die Jungen so beobachteten, erzählte mir Hans-Peter eine Geschichte, die mich sehr berührt hat.

Der Zufall wollte es, dass eine Aue bei der Geburt starb und gleichzeitig brachte eine andere Aue ein totes Lamm zur Welt.

Die Tierärztin gab dem Ganzen kaum eine Chance. Eine fremde Mutter akzeptiert nicht einfach ein anderes Lamm.

Für das Kleine schien es kaum Hoffnung zu geben.

Hans-Peter erzählte, wie er nach Stunden des Versuchens, das Kleine der Aue näherzubringen, irgendwann in die Küche ging. Er machte sich eine Bouillon und plötzlich kam ihm eine Idee.

Er nahm etwas Milch der Aue, mischte Salz darunter und rieb das Lamm damit ein.

Und dann geschah etwas, das man kaum erklären kann. Die Aue begann, das Kleine abzuschlecken.

Und in diesem Moment war es entschieden.

Sie nahm es an.

Hans-Peter sagte, er sei danach einfach auf dem Boden im Stall sitzen geblieben und habe ein Glas Wein getrunken. Erleichtert, müde und voller Emotionen.



Jetzt, im April sind wohl fast alle Lämmer da. Und sie sind bereits so gewachsen, dass man kaum glauben kann, wie klein sie noch vor kurzer Zeit waren.

So geht der Kreislauf des Lebens weiter – leise, selbstverständlich.

Und die nächste Geschichte steht schon bald vor der Tür...


Neuen Abenteuer entgegen
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Herzlichst

Denise











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